
Frauen in ihrer Natur
Eine Einladung von Herzen – zurück zu uns selbst und zueinander

Wenn ich heute in die Welt schaue, sehe ich so viele Menschen, die versuchen, ihren Alltag zu bewältigen, stark zu bleiben, weiterzumachen und irgendwie ihren Platz darin zu finden.
Ich sehe es in ihren Gesichtern, in ihren Augen. Wie viel Sehnsucht manchmal hinter einem Blick liegt. Nach einem freundlichen Wort, einem Lächeln, einer liebevollen Begegnung. Und wie schwer es uns gleichzeitig geworden ist, genau diese Nähe zuzulassen.
Ich spüre diese Sehnsucht auch in mir. Und in Gesprächen mit anderen Frauen habe ich immer wieder gehört, dass ich damit nicht allein bin.
Seit Jahren wünsche ich mir einen Ort, an dem Frauen sich regelmäßig begegnen. Einen Ort, an den wir zurückkehren können, ohne uns jedes Mal neu erklären oder beweisen zu müssen. Wo wir dazugehören dürfen, auch wenn wir unterschiedlich sind, auch wenn wir nicht immer einer Meinung sind und auch wenn es uns gerade nicht gut geht.
Einen Ort, an dem wir uns nicht wieder verlieren, nur weil wir vielleicht einmal nicht hineinpassen in das, was andere von uns erwarten.
Und genau diesen Ort möchte ich gemeinsam mit euch entstehen lassen.
Ich wünsche mir, dass wir Frauen wieder näher zusammenrücken. Dass wir uns an unsere eigene Natur erinnern, an unsere Sanftheit, unsere Wildheit, unsere Stärke und an das Wissen, das Frauen über Generationen miteinander geteilt haben.
Dass junge und ältere Frauen zusammenkommen, voneinander erzählen, miteinander lachen, feiern, lernen und sich gegenseitig aufrichten.
Dass wir uns trauen, wieder auszusprechen, was uns wirklich auf dem Herzen liegt.
Auch dann, wenn es unbequem ist.
Wenn ich mich in einer Gruppe gerade nicht wohlfühle, wenn mich etwas verletzt hat oder wenn ich Angst habe, nicht dazuzugehören, dann möchte ich das sagen dürfen. Und ich wünsche mir, dass wir miteinander lernen, solche Worte anzunehmen, ohne uns gleich abzuwenden oder einander zu verurteilen.
Denn wir müssen nicht immer einer Meinung sein, um miteinander verbunden zu bleiben.
Ich wünsche mir einen Kreis, in dem wir einander nicht festhalten, sondern Raum geben. In dem wir nicht erwarten, dass immer dieselben Frauen stark sind, alles organisieren und für alle sorgen.
Wir dürfen lernen, miteinander zu tragen.
Jede nach ihren Möglichkeiten. Jede in ihrem eigenen Tempo. Und doch mit dem Bewusstsein, dass wir alle ein Teil dieser Gemeinschaft sind.

Vielleicht treffen wir uns draußen in der Natur, vielleicht bei Kerzenschein, bei einer Frau zu Hause oder an einem Ort, den wir gemeinsam finden.
Wir bringen mit, was wir miteinander teilen möchten. Etwas zu essen, Blumen, Musik, ein Ritual, Erfahrungen, altes Wissen oder einfach uns selbst.
Ich möchte keinen fertigen Ablauf vorgeben. Ich möchte mit euch entdecken, was uns verbindet, was wir brauchen und wie wir unsere gemeinsame Zeit gestalten möchten.
Vielleicht begegnen wir uns alle vier Wochen. Vielleicht wachsen daraus Freundschaften, tiefe Verbindungen und irgendwann weitere Frauenkreise, die sich selbstständig weitertragen.
Ich möchte diese Gemeinschaft ins Leben rufen, aber sie soll nicht von mir abhängig sein. Sie darf durch uns alle wachsen und eines Tages ganz selbstverständlich von den Frauen selbst weitergetragen werden.
Und irgendwann möchte ich mich einfach dazusetzen dürfen. Als eine von euch. Ohne etwas organisieren oder halten zu müssen.

Ich glaube, wir Frauen haben so viel miteinander zu teilen, das wir im Laufe der Zeit aus den Augen verloren haben.
Unsere Erfahrungen. Unsere Intuition. Unsere Freude. Unsere Verletzlichkeit. Unser Wissen. Unsere Fähigkeit, füreinander da zu sein, ohne uns selbst dabei aufzugeben.
Ich möchte, dass wir wieder den Mut finden, weich zu sein, ohne uns schwach zu fühlen. Dass wir unsere Ängste aussprechen dürfen, ohne uns dafür zu schämen. Und dass wir unsere Kraft nicht daraus ziehen müssen, immer alles allein zu schaffen.
Ich wünsche mir keine perfekte Frauengemeinschaft.
Ich wünsche mir eine lebendige.
Eine, in der wir wachsen, Fehler machen, voneinander lernen, miteinander lachen und uns immer wieder neu begegnen dürfen.
Denn ich möchte nicht nur darüber sprechen, wie schön Gemeinschaft sein könnte. Ich möchte sie mit euch leben.
Vielleicht hast du diese Sehnsucht schon lange in dir. Vielleicht weißt du noch gar nicht genau, wonach du suchst.
Wenn dich meine Worte berühren, dann lade ich dich ein, diesen ersten Schritt mit mir zu gehen.
Lass uns gemeinsam etwas entstehen lassen, das bleiben und wachsen darf.
Von Herzen
Christiane Zameski-Makus
In Verbindung mit dir